Vier Schritte
Wie eine Lektion abläuft
Immer dieselben vier. Nicht aus Bequemlichkeit, sondern damit niemand beim zweiten Mal wieder lernen muss, wie es geht.
Lesen
Eine Seite, keine zwanzig. Sie erklärt eine Sache und hört dann auf. Fachbegriffe stehen beim ersten Mal mit ihrer Erklärung da.
Selbst formulieren
Ein leeres Feld und eine Aufgabe. Es gibt keine Auswahlantworten — an vier Kästchen lässt sich nicht erkennen, ob jemand einen Auftrag schreiben kann.
Bewerten lassen
Die Bewertung läuft örtlich und rechnet. Sie prüft feste Merkmale: Ist die Rolle benannt? Steht das Ziel da? Gibt es ein Beispiel? Ist das Format festgelegt? Jedes Merkmal einzeln, jedes mit Punkten.
Überarbeiten
Die Rückmeldung nennt, was gefehlt hat — nicht nur, dass etwas fehlte. Dann darf man es noch einmal versuchen, so oft man will.
Der Kern
Warum die Bewertung rechnet und nicht fragt
Der naheliegende Weg wäre, ein zweites Sprachmodell zu fragen: „Ist diese Antwort gut?" Das ist billig zu bauen und aus drei Gründen falsch.
Es fällt zweimal verschieden aus
Dieselbe Antwort bekommt am Dienstag 7 Punkte und am Mittwoch 9. Ein Kind, das dasselbe zweimal einreicht, lernt daraus nichts über seine Arbeit — nur etwas über den Zufall.
Es lässt sich nicht erklären
Eine Konferenz fragt: „Woran lag die Note?" Die ehrliche Antwort wäre „das Modell fand es so". Damit lässt sich keine Zeugnisnote begründen und kein Elterngespräch führen.
Es müsste hinausgehen
Ein Modell, das bewertet, braucht die Antwort des Kindes. Die müsste den Rechner verlassen. Damit wäre der wichtigste Satz dieser Seite hinfällig.
Was stattdessen passiert: Die Bewertung ist ein Programm mit offenen Regeln. Es zerlegt die Antwort, sucht die Merkmale, die die Lektion verlangt, und vergibt je Merkmal Punkte. Dieselbe Antwort ergibt immer dieselbe Punktzahl — auf jedem Rechner, zu jeder Zeit.
Der Preis dafür ist ehrlich zu nennen: so eine Bewertung erkennt keine geniale Formulierung, die keine Regel vorsieht. Sie misst Handwerk, nicht Kunst. Für das, was hier gelernt wird, ist das richtig herum.
Die Stimmen
Vier Tutoren, vier Arten zu antworten
Wer eine Sache dreimal anders erklärt bekommt, versteht sie beim dritten Mal. Welche Stimme das ist, entscheidet der Lernende — nicht die Lehrkraft und nicht wir.
Prometheus
Erklärt gründlich und in Ruhe. Wenn du Zeit hast, nimm ihn.
Athena
Kommt zur Sache. Drei Sätze statt dreissig, wenn drei reichen.
Hermes
Für zwischendurch. Kurze Wege, viele Beispiele.
Hephaistos
Zeigt es am Stück, nicht an der Regel. Für alle, die lieber bauen.
Registrieren
Vier Schritte, eine Minute. Die Einrichtung wählst du aus einer Liste; steht sie nicht darin, beantragst du sie im selben Formular.
Die Kurse eins bis sechs laufen ohne Konto — dafür genügt der zweite Knopf. Kein Rückruf, keine Telefonnummer, kein Vertriebsgespräch; offene Fragen beantwortet Athena rechts unten.